Filament aus Quagga Muscheln

Quagga Dreikantmuschel
Quagga Dreikantmuschel Bild:wikipedia.de

Eine Studentin nutzt Muscheln um daraus Filament herzustellen. Die osteuropäische Quagga Muschel ist eine invasive Art in den Großen Seen der USA. Zur Zeit organisiert die Studentin die Massenproduktion des Filaments.

Quagga Muschel ist ein Neozoon in den Großen Seen

Die 19-jährige Lorena James kam auf die Idee während eines Entrepreneurkurses. Als Vorbild nahm Sie sich die spanische Designerin Camrne Brio, welche die Austernschalenabfälle von Restaurants zu einem schlagzähen Filament verarbeitet.
Interessanterweise nutzt Lorena James eine lokale Muschelart: Die in den Großen Seen heimisch gewordene Quagga Muschel stammt ursprünglich aus Osteuropa und zerstört das Ökosystem in den Großen Seen – sie tötet andere Arten und vermehrt sich extrem schnell. Die Großen Seen sind eine Gruppe zusammenhängender Seen: Eriesee, Huronsee, Michigansee, Oberer See und Ontariosee.

Filament aus Quagga Muscheln
Lorena James mit ihrem Z- Spool Filament. Bild: Lorena James

Nachdem Sie ihre Idee in dem Kurs gepitcht hat, nahm sie mit ihrem Z-Spool Concept am Erie Hack Wettbewerb teil. Der Erie Hack Wettbewerb wird von der Cleveland Water Alliance veranstaltet. Nun hat sie ein Patent angemeldet und organisiert die Massenproduktion des Filaments.

Über die Umweltfreundlichkeit von 3D-Druck kann man streiten – hier kann es ein sehr sinnvolles Vorhaben sein. Auch wenn das Problem, welches die Quagga Muschel verursacht hat, nicht gelöst werden kann. Das auf PLA basierende Filament ist einzigartig. Es hat einen sehr blassen Grauton. Zur Herstellung werden die Muschelschalen gemahlen, und mit PLA Pellets gemischt. Für erste Prototypen verwendet Lorena einen Filabot Filamentextruder.

Nicht die erste Idee der Studentin

Das Filament ist nicht ihre erste Idee, die mit invasiven Arten zu tun hat. Die Idee Hydrilla Verticillata als Nahrung zu verkaufen, verwarf sie wieder, nachdem sie realisierte, dass die Pflanze viel Schmutz aus dem Wasser filtert.

Wir schauen mit Freude in die Zukunft – Lorena James wird sicherlich noch öfter Erwähung finden. Nicht zuletzt gehört sie zu einer Generation an in der sich der Umgang mit der Umwelt verbessert.

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