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Studie zu Umweltauswirkungen des 3D Drucks und der additiven Fertigung

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Im Gegensatz zu klassischen Fertigungsverfahren entstehen bei der additiven Fertigung grundsätzlich weniger Abfälle, da Werkstücke nicht durch den Enfternen sondern durch Hinzufügen von Material  entstehen.Forscher der Universität Yale haben in einer Sonderausgabe des Journal of Industrial Ecology ihre Analysen zu Umweltauswirkungen des 3D-Drucks und der additiven Fertigung veröffentlicht.

Bisher erst unzureichende Datengrundlage

Bisher ist die Datengrundlage auf der diese Forschung basiert nur auf den Energieverbrauch während der Produktion gegründet. Tim Gutowski, Professor am MIT bemängelt, dass die Auswirkungen der Rohstoffproduktion, der Abfallwirtshaft und auch der Nutzung des Produktes bisher zu wenig im Fokus stünden.
Im „Environmental Dimensions of Additive Manufacturing and 3D Printing Journal“ hat Professor Gutowski anhand zweier Merkmale herausgestellt, warum 3D-Druck als grüne Technologie angesehen wird. Wie eingangs beschrieben ist dies vor allem auf die additive und nicht subtraktive Fertigungsweise zurückzuführen. Zum Anderen ist die Verkürzung der Transoprtkette zu nennen, da Teile nun nicht mehr Zentral produziert und dann weltweit verteilt werden, sondern „am nähesten“ am Kunden hergestellt werden könnten. Dies verkürzt Transportwege und verringert die Umweltbelastung.  Dieser Umstand wurde in einer Studie des Umweltbundesamtes sogar als zentraler Vorteil der additiven Fertigung benannt.

Studie zu Umweltauswirkungen durch 3D-Druck. Quelle: Yale University

Studie zu Umweltauswirkungen durch 3D-Druck

3D Druck ist gar nicht so grün

Gutowski kommentiert, dass bei den meisten 3D Druckvorgängen Abfall produziert würde, da beispielsweise Stützstrukturen benötigt werden. Diese Stützstrukturen erfüllen keinen Zweck im 3D gedruckten Teil und können meist auch nicht recycelt oder anderweitig in den stofflichen Kreislauf zurückgeführt werden.

Letztendlich müsse auch bedacht werden, dass gerade im Hobby- und Privatanwenderbereich sehr viele mehr oder weniger sinnfreie Dinge gedruckt werden. Ebenso kann Rapid Prototyping dazu führen, dass mehr Abfall im Entwicklungszyklus eines Produktes entsteht, da die Prototypisierung günstiger und schneller ist. So kann es sein, dass anstatt zwei oder drei physischen Prototypen mehrere Dutzend produziert werden.

Was ist mit der Gesundheit?

Flüchtige Organische Verbindungen, die vornehmlich im industriellen Fertigungsprozess eingesetzt werden, wurden in der aktuellen Studie als auch in der Studie des Umweltbundesamtes problematisch eingestuft.
Eine zweijährige Studie der Underwriters Laboratories stellt fest: Die Gefährlichkeit der Exposition gegenüber Partikeln und VOC- Emissionen, welche im 3D-Druck entstehen, kann bei Beachtung geeigneter Vorsichtsmaßnahmen stark verringert werden.

Video zum Thema

Quelle: http://theconversation.com/its-too-soon-to-call-3d-printing-a-green-technology-89212



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Kommentare

Filament aus Quagga Muscheln – Spool Database 13. Oktober 2018 um 9:59

[…] die Umweltfreundlichkeit von 3D-Druck kann man streiten – hier kann es ein sehr sinnvolles Vorhaben sein. Auch wenn […]

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